Reet: Ein Haus, zwei Frauen, und die Kunst, nicht verfügbar zu sein

Ein Reetdachhaus. Weite. Ruhe. Und ein Mann, der glaubt, damit sei alles erledigt.

Hannes ist Anfang siebzig, Ex-Banker und Witwer. Er lebt zurückgezogen an der Ostseeküste bei Kiel: lange Spaziergänge mit dem Hund, ein parkartiger Garten, Kaminabende, gutes Essen. Er nennt es Frieden – bis zwei Frauen sein sorgfältig geordnetes Leben verschieben.

Mara, die junge Zugehfrau, bringt Nähe wie eine Versuchung: leicht, direkt, gefährlich. Katrin, die Nachbarin, Ende fünfzig, bringt etwas anderes: Halt – und Fragen, die nicht verschwinden.

Als dann Druck aus Kiel auftaucht – alte Bankgeschichten, Boten, anonyme Schreiben, Drohungen im Tonfall von ‚Vernunft‘ – gerät Hannes zwischen Dorfblicke und Vergangenheit. Er lernt, dass Höflichkeit ein Einfallstor sein kann. Und dass echte Ruhe nicht gekauft wird, sondern gesetzt werden muss: mit Grenzen.

Was dich erwartet:
• Literarischer Gegenwartsroman in der Ich-Form (Präsens)
• Langsame Entwicklung, subtile Spannung statt lauter Plot-Twists
• Norddeutsche Atmosphäre: Weite, Wind, Dorfgerede, Küchenlicht
• Ein Protagonist, der nicht ‚geheilt‘ wird – sondern klar wird

Für Leser von leiser Literatur, psychologischen Beobachtungen und knappen Sätzen, die lange nachhallen.